Beratung-Therapie-Seminare • Praxis fuer Psychotherapie (HPG)

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Mehr Information: Was ist Psychotherapie?

Therapie


Psychotherapie (wörtlich übersetzt "Behandlung der Seele") ist die durch wissenschaftliche Erkenntnisse entwickelte, besondere Form einer menschlichen Beziehung, in welcher der Therapeut dem oder den Patienten die jeweils speziellen und geeigneten Bedingungen bereitstellt, um eine Verminderung oder Heilung von seelischem oder körperlichem Leiden mit seelischem Hintergrund zu ermöglichen.

Ein weiteres Ziel von Psychotherapie kann die Weiterentwicklung bzw. Nachreifung der Persönlichkeit sein.

Der Patient erwirbt die Fähigkeit, besser mit seinen Problemen zurecht zu kommen, um ein Mehr an seelischem, geistigem aber auch körperlichem Wohlbefinden zu erlangen. Dazu arbeitet der Therapeut mit spezifischen lehr- und erlernbaren Methoden, die verbal, aber auch nonverbal sein können.

Psychotherapie bedarf also eines Konsenses zwischen Patient und Therapeut, um eine therapeutische Beziehung aufbauen zu können. Voraussetzung ist, dass sowohl der Patient wie auch der Therapeut die Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit einer Behandlung erkennen und bejahen. Dazu ist ein gesellschaftlich und kulturell anerkannter Maßstab für "gesundes" bzw. "pathologisches" Verhalten nötig.
Hier wird die Problematik der Einschätzung einer Therapiebedürftigkeit deutlich. Ausschlaggebend ist letztlich das Ausmaß des Leidensdrucks des Patienten bzw. seiner sozialen Umgebung.


Das Spektrum der psychotherapeutischen Methoden ist breit und jeder Behandler hat seine spezielle Ausrichtungen (z.B. psychodynamisch-tiefenpsychologisch, gestalttherapeutisch, eher aufdeckend oder lösungsorientiert-kognitiv-verhaltenstherapeutisch), wobei sich im Lauf der Jahrzehnte manche ursprünglich polar gegensätzliche Methoden angenähert haben. Ein Therapeut, der mehrere verschiedenartige Methoden beherrscht, wie z.B. emotional und aufdeckend arbeitende einerseits und lösungsorientierte kognitiv-verhaltenstherapeutische andererseits, kann unter Berücksichtigung der individuellen Struktur seiner Klienten/Patienten die Therapie individuell sinnvoll anpassen.
> meine Therapiemethoden

Typische Indikationen für eine Psychotherapie sind:
Depressionen, Ängste, Zwänge, Phobien, Essstörungen, Folgen von Traumata oder psychosomatische Erkrankungen, wobei letztere oft lange nicht als solche erkannt werden. Auch bei körperlichen Erkrankungen wie Schmerzzustände oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden psychotherapeutische Maßnahmen zunehmend häufiger als Ergänzung zur humanmedizinischen Behandlung eingesetzt.


Ein weiteres Aufgabenfeld kann sich im Anschluss an eine Beratung eröffnen. Bei besonderen Lebensumständen wie Verlust einer geliebten Person, des Arbeitsplatzes, oder Krisen in einer Beziehung, wird manchmal zunächst nur um psychologischen Rat nachgesucht. Während der Beratung treten häufig grundlegende psychische Probleme bis hin zu Persönlichkeitsstörungen zutage, welche eine Therapie zweckmäßig erscheinen lassen.

Therapie geht i.d.R. über das zeitliche Ausmaß einer Beratung hinaus und erfordert eine tiefgehende Reflexion von Gefühlen, Kognitionen und Erlebtem des Patienten sowie eine tragfähige Beziehung zwischen Patient und Therapeut, in welcher alle Aspekte der Persönlichkeit des Patienten gewürdigt werden.

Eine Beratung hingegen hat eine Hilfestellung bei einem punktuell eng umschriebenen oder situationsbezogen Problem des Klienten zum Ziel.

"Beraten" darf aus rechtlicher Sicht jede Person, die sich dazu berufen fühlt, ohne dafür eine Qualifikation nachweisen zu müssen. Psychotherapie hingegen dürfen in Deutschland nur Personen mit folgenden Qualifikationen ausführen:

Psychiater:
Sie sind in ihrem Grundberuf Arzt (Humanmediziner) und haben ein Zusatzstudium für Psychiatrie absolviert. Neben der Psychotherapie liegt ihr Aufgabengebiet hauptsächlich in der Diagnostik und Behandlung von schwerwiegenden psychischen oder psychotischen Erkrankungen, die eine Medikation mit Psychopharmaka (z.B. Antidepressiva, Antipsychotika) erfordern.
Psychiater haben i.d.R. eine Zulassung für gesetzliche Krankenkassen.


Ärztliche Psychotherapeuten:
Meist sind es Fachärzte für Allgemeinmedizin, die eine Zusatzqualifikation für Psychotherapie erworben haben. Oft betreiben sie schwerpunktmäßig ihre Allgemeinarzt-Praxis und bieten Psychotherapie als Option an. Da sie im Grundberuf Ärzte sind, dürfen sie Medikamente, auch Psychopharmaka, verschreiben. Bei schwerwiegenden psychischen oder psychotischen Erkrankungen wird jedoch der ärztliche Psychotherapeut den Patienten entweder an einen Psychiater überweisen oder von diesem mitbehandeln lassen.
Ärztliche Psychotherapeuten haben i.d.R. eine Zulassung für gesetzliche Krankenkassen.


Psychologische Psychotherapeuten:
Sie haben an einer Universität Psychologie studiert und sind für Psychotherapie zugelassen. Da sie keine Humanmediziner, d.h., keine Ärzte sind, dürfen sie keine Medikamente verordnen. Bei psychotischen Erkrankungen (Wahnvorstellungen, Halluzinationen) wird der psychologische Psychotherapeut den Patienten entweder an einen Psychiater verweisen oder von diesem mitbehandeln lassen.
Psychologische Psychotherapeuten haben meist eine Zulassung für gesetzliche Krankenkassen.


Heilpraktiker für Psychotherapie: (ausführliche Beschreibung des Berufsbildes)
Heilpraktiker für Psychotherapie sind keine allgemeine Heilpraktiker und haben keine Erlaubnis Medikamente zu verordnen, auch keine naturheilkundlichen. Sie sind speziell für Psychotherapie ausgebildet und dürfen heilberuflich psychotherapeutisch tätig sein.
Heilpraktiker für Psychotherapie haben keine Zulassung für gesetzliche Krankenkassen. Manche private Zusatzversicherungen erstatten die Kosten (teilweise). In der Regel sind jedoch die Klienten / Patienten Selbstzahler.

Während die Wartezeit auf einen Therapieplatz bei Therapeuten mit Kassenzulassung meist viele Monate beträgt, können Heilpraktiker für Psychotherapie fast immer kurzfristig Termine anbieten.
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Bild: dramatischer Himmel

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