Beratung-Therapie-Seminare • Praxis fuer Psychotherapie (HPG)

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Das Berufsbild der "Heilpraktikers" für Psychotherapie

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Was ist ein "Heilpraktiker für Psychotherapie"?

Heilpraktiker für Psychotherapie haben eine amtliche Prüfung (nach Heilpraktikergesetz) absolviert, die zur Ausübung der Psychotherapie berechtigt. Nach den aktuellen Regelungen in den meisten Bundesländern ist für die schriftliche und (nach deren Bestehen) für die mündliche Überprüfung vor der Verwaltungsbehörde (Gesundheitsamt) schwerpunktmäßig der ganze Umfang des schulmedizinischen psychiatrischen und psychologischen Wissens prüfungsrelevant. Außerdem muss der zukünftige "Heilpraktiker für Psychotherapie" insofern auch fundierte humanmedizinische Kenntnisse nachweisen, als Krankheiten in diesem Bereich (internistisch, neurologisch, endokrinologisch, hereditär-organisch) psychische Symptome produzieren können, die jedoch körperlichen Ursprungs sind.

Der "Heilpraktiker für Psychotherapie" muss also mögliche körperliche Ursachen kennen und grundsätzlich differenzialdiagnostisch in Erwägung ziehen. Bei Verdacht auf eine körperliche Erkrankung muss und wird daher der Heilpraktiker für Psychotherapie seinen Klienten / Patienten an geeignete Fachärzte überweisen.

Bei schweren Depressionen ist der Heilpraktiker für Psychotherapie - ebenso wie andere nichtärztliche Behandler - verpflichtet, den Patienten in psychiatrische Obhut zu geben, da hierbei eine medikamentöse Behandlung nötig ist. Er kann jedoch - soweit erwünscht und zweckmäßig - den Patienten begleitend mitbehandeln.

Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen, ebenso wie die "psychologischen Psychotherapeuten" keine Medikamente (außer homöopathische Mittel) verordnen, im Gegensatz zu den Psychiatern oder ärztlichen Psychotherapeuten, die ein humanmedizinisches Studium absolviert haben.

Sogenannte "Psychologische Berater" unterliegen keiner gesetzlichen Kontrolle. Sie dürfen keine psychischen Krankheiten "behandeln", sondern lediglich "beraten". Das bedeutet, dass sich jede Person ohne eine Überprüfung ihrer Qualifikation "Psychologischer Berater" nennen darf. Seriös arbeitende psychologische Berater unterstellen sich jedoch oft freiwillig der Qualitätskontrolle eines kompetenten Verbandes.

"Beratung" und "Behandlung" sind zuweilen schwer exakt voneinander abzugrenzen, und somit kann für "Berater" die Versuchung groß sein, illegal therapeutisch tätig zu werden.
Schon deshalb, und aus der ethischen Verantwortung den Klienten gegenüber, ist es daher sinnvoll, dass der psychologisch tätige "Berater" seine Arbeit durch eine amtliche Überprüfung zum "Heilpraktiker für Psychotherapie" qualifiziert und absichert, um neben der Beratung auch als Behandler agieren zu dürfen.
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