Beratung-Therapie-Seminare • Praxis fuer Psychotherapie (HPG)

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Mehr Information: Wann ist Psychotherapie sinnvoll oder notwendig?

Therapie


So, wie bei körperlichen Erkrankungen der Arzt oder der (allgemeine) Heilpraktiker aufgesucht wird, sollte sich der von seelischen Problemen Betroffene an einen Psychotherapeuten oder einen Heilpraktiker für Psychotherapie wenden.

Ob die aktuellen Probleme behandlungsbedürftigen "Krankheitswert" haben, hängt zunächst vom Leidensdruck des Patienten oder seiner Mitmenschen ab. Ohne diesen Leidensdruck wird der Betroffene keine hinreichende Motivation für eine Behandlung haben und es könnte keine therapeutische Beziehung aufgebaut werden.

Auch wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, gibt es gesetzlich begründete Ausnahmefälle, die eine Behandlung auch ohne Wunsch des Patienten in einer psychiatrischen Einrichtung erfordern. Dies ist dann der Fall, wenn der Patient bei eingeschränkter Reflektions- oder Erkenntnisfähigkeit akut suizidgefährdet ist, oder wenn er aufgrund seiner Erkrankung die Gesundheit oder das Leben anderer Menschen bedroht und gefährdet.

Ambulante Psychotherapie ist nur möglich, wenn der Patient "reflektionsfähig" ist. Dies bedeutet, dass er über ausreichende Intelligenz verfügen und körperlich und geistig hinreichend stabil sein muss.

Psychotherapie ist nicht möglich bei:

  • Einfluss von Drogen (auch Alkohol)
  • akuten Erregungszuständen
  • Demenz
  • Oligophrenie (starker Intelligenzminderung)
  • akuten Psychosen (z.B. Wahnvorstellungen oder Halluzinationen; auch bei nicht behandelten organischen Ursachen von Psychosen)
  • schwerer Depression (hier muss zunächst mit Medikamenten stabilisiert werden)
  • Abhängigkeit von Psychotherapie ("Therapie statt Leben")
  • ungenügender Motivation (z.B. zu geringer Leidensdruck, negative Vorurteile gegen Therapie)


Bei alkoholabhängigen Patienten wird eine Suchttherapie nur nach einer stationären Entgiftung und Entwöhnung durchgeführt, und die Patienten müssen "trocken" sein.

Patienten in suizidalen Krisen (Gefahr der Selbsttötung) müssen zunächst während eines Klinikaufenthaltes mit Medikamenten stabilisiert werden, bevor sie eine ambulante Psychotherapie beginnen können.

Ähnlich verhält es sich bei Essstörungen wie Anorexia nervosa (Magersucht) oder Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht). Zunächst werden die Patient(inn)en - es sind fast ausschließlich jugendliche oder jüngere Frauen betroffen - in einer Spezialklinik körperlich und psychisch stabilisiert. Im Anschluss sollten die Betroffenen ambulant psychotherapeutisch betreut werden. Leider betragen die Wartezeiten auf einen ambulanten Therapieplatz bei den von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassenen Therapeuten i.d.R. viele Monate, so dass das langfristige Therapieziel gefährdet ist. Heilpraktiker für Psychotherapie können meist kurzfristig Termine anbieten.
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